Wirtschaft

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Die jordanische Wirtschaft hängt ab vom Handel, Dienstleistungen, der Phosphat- und Kalisalzindustrie und dem Tourismussektor. Jordanien ist eines der wenigen arabischen Staaten, das kein Erdöl besitzt.


Jordanien hat seit 1989 durch die Unterstützung von einigen Ländern und verschiedenen internationalen Organisationen ein strukturelles Verbesserungsprogramm eingeführt. Infolgedessen sind Fortschritte, die in vielen wichtigen Bereichen erzielt wurden, festzustellen. Gemäß statistischer Daten wuchs das BIP wuchs zwischen 1992-1997 um sieben Prozent. Die Devisenreserven erhöhten sich von 1989 bis 1997 um 4,7 Prozent .


Der Ölmarkt in der Golfregion stellt für Jordanier den traditionellen Beschäftigungssektor seit dem Ölboom der frühen siebziger Jahre dar. Da man gute Beschäftigungsaussichten in der ölbranche hatte, zogen viele ausgebildete Jordanier in die Golfstaaten. Nach dem Golfkrieg 1990-1991 mussten jordanische Arbeitskräfte ohne Entschädigung in ihre Heimat zurückkehren. Die Zahl der Ausgewiesenen beläuft sich zwischen 200000 und 300000 Personen, die nun nicht mehr in der Lage sind, an ihre alten Arbeitsplätze im Golf zurückzukehren. Sie stellen eine massive Belastung für die inländische Wirtschaft in Bezug auf die Infrastruktur und der Schaffung von Arbeitsplätzen dar. Darüber hinaus hat sich die Aufrechterhaltung des Embargos gegen den einseitigen Haupthandelspartner Irak (1990 - )negativ auf die Wirtschaft ausgewirkt. Das erklärt die unabhängige Schätzung, die die Arbeitslosenquote auf 27 Prozent festlegt.


Die Wirtschaft hat sich von dem Friedensprozess im Nahen Osten (1991- ), durch die öffnung von neuen Märkten und durch ausländische Investitionen erhofft, dass sich die Lage im Wesentlichen verbessert. Doch stattdessen wurde sie nochmals von der politischen Lage im Nachbarland Palästina stark beeinflusst, nachdem die zweite Intifada Ende 1999 ausbrach. (Bereits die erste Intifada 1987-1991 hatte negative wirtschaftliche Konsequenzen).


Trotz dieser regionalen Entwicklung sind für Jordanien strukturelle Verbesserungen und eine gewisse ökonomische Stabilität festzustellen. Um das Ziel einer WTO-Mitgliedschaft ab dem Jahr 2000 zu erreichen, setzte die Regierung 1999 eine neue Reihe von Gesetzen durch. Seitdem wird die Urheberschaft unterstützt und einige Zollverrichtungen wurden drastisch reduziert, aber gleichzeitig wurden die Benzinpreise und die Kfz-Zulassungsgebühren erhöht.


Im allgemeinen ist die jordanische Wirtschaft eine sogenannte Privatsektorwirtschaft. Dementsprechend ist der Staatssektor verhältnismäßig klein. Er ist nur im Bergbausektor (Phosphat und Kali) und in öffentlichen Versorgungseinrichtungen wie Elektrizität, Wasser, Bus, Bahn und Lufttransport bedeutend .


Der stabile Umlauf der Devisenreserven in der Zentralbank macht den jordanischen Dinar, die Währung Jordaniens, gegen die ausländische Währungen stark. Seit mehr als 10 Jahren hält der jordanische Dinar nun einen fast konstanten Wert gegen den amerikanischen Dollar (1 J.D. = ca. 1,4 US $) fest.