Geschichte » Demokratie und Frieden (1989-2001)

Im November 1989 fanden die ersten demokratischen Wahlen seit 22 Jahren statt und die Islamische Aktionsfront (IAF) gewann mehr als ein drittel der Sitze im Parlament. Der neue Premierminister Mudar Badran versprach das Notstandsgesetz aufzuheben, das seit 1967 in Kraft war. 1991 hob die jordanische Regierung das Verbot von politischen Parteien auf. Die erste Parlamentswahl seit 1956 wurde für November 1993 geplant. Im August löste der König das Parlament auf, und kündigte an, daß die Wahlen nach dem "Ein-Stimmen-System" ausgeführt werden, statt des alten Listensystems. Die IAF hat dies verurteilt und hat in den 93er Wahlen deswegen eine Anzahl von Sitzen im Parlament verloren; überdies gewann zum ersten mal eine Frau einen Sitz im Parlament.


Der Golfkrieg hat die ganze Situation im Nahen Osten stark beeinflusst. 1991 endete die Intifada und die Araber und Israelis traffen sich zum ersten mal seit Beginn des arabisch-israelischen Konflikts auf einer Friedenskonferenz in Madrid. Anschließ end unterzeichneten die Palästinenser und die Israelis am 13. Sept. 1993 im Weiß en Haus das "Gaza-Jericho-Abkommen (Oslo I)", in dem sie einander anerkennen. Am 26. Oktober 1994 folgte Jordanien: das jordanisch-israelische Friedensabkommen wurde in Wadi Araba in Jordanien unterzeichnet.


Der Friendensprozeß hielt nicht lange. Nach Rabins Tod 1995 (Israeli's Premierminister) erreichte langsam die rechte Likud Partei die Macht und Netenyahuwurde 1996 als neuer Premier in Israel gewählt. Die neue israelische Regierung hat zahlreiche Verträge verletzt. 1998 wurde das "Wye-Abkommen" unterzeichnet zwischen den Palästinensern und den Israelis, aber das brachte nichts Konkretes zur der unruhigen Lage hervor. Der neu gewählte Ministerpräsident Israels Ehud Barak zieht im Mai 2000 alle israelischen Truppen aus der so genannt Sicherheitszone im Südlibanon zurück. Mit Ariel Sharons Besuch auf dem Al-Aqsa Berg in Jerusalem am 28. September 2000 provozierte, der Likud Partei Führer , die islamischen Gefühle aller Palästinenser und Moslems der Welt, und damit begann die zweite Intifada. Bis jetzt starben mehr als 2000 Zivilisten in den Auseinandersetzungen. Zahlreiche palästinensische Häuser wurden abgerissen, Städte und Dörfer in Westjordanland und Gaza wurden bombardiert. Als Rache haben die Palästinenser keine andere Möglichkeit sich gegen das starke israelische Arsenal zu verteidigen, auß er mit Selbstmordattentätern zurückzuschlagen. Die israelische Vergeltung folgt sofort und so ist im Zyklus der Gewalt kein Ende in Sicht. Die wirtschaftliche Lage und das Investitionsklima in Jordanien war/ist stark beeinflusst davon.